{"id":1236,"date":"2020-09-16T11:22:38","date_gmt":"2020-09-16T09:22:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/?p=1236"},"modified":"2024-02-04T08:11:53","modified_gmt":"2024-02-04T07:11:53","slug":"griffe-und-striche-auf-der-geige-effizienter-lernen-tipps-fuer-anfaenger-auf-der-geige","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/en\/griffe-und-striche-auf-der-geige-effizienter-lernen-tipps-fuer-anfaenger-auf-der-geige\/","title":{"rendered":"Griffe und Striche effizienter lernen: Pizzicato und Luftgeige"},"content":{"rendered":"<p>Gerade Anf\u00e4nger sehen sich beim Geige oder der Bratsche lernen mit einer Vielzahl an neuen Herausforderungen konfrontiert. Das stetige Kontrollieren der Grundhaltungen und der Bewegungsabl\u00e4ufe, Notenlesen, Rhythmus und Metrum, Klang und Intonation &#8212; all dies bringt selbst Menschen, die ansonsten stolz auf ihre Multitasking-F\u00e4higkeiten sein d\u00fcrfen, rasch an ihre Grenzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Insbesondere die Aspekte Klang und Intonation spielen f\u00fcr viele Anf\u00e4nger eine etwas zwiesp\u00e4ltige Rolle. Denn regelm\u00e4\u00dfig ist zu beobachten, wie sich manch einer in den ersten Geigenstunden regelrecht an diesen beiden Problemstellungen &#8222;aufh\u00e4ngt&#8220; und andere &#8212; selbst unmittelbar vor der Wiederholung einer bestimmten Passage als \u00dcbe-Ziel festgelegte &#8212; Aspekte, etwa das Erlernen eines bestimmten Griff- oder Strichmusters, v\u00f6llig aus dem Fokus geraten.<\/p>\n<p>Genauso wie im Sport hilft es demgegen\u00fcber, einzelne Problemstellungen\/Bewegungsmuster zun\u00e4chst zu isolieren und ihnen f\u00fcr einige Wiederholungen die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Dabei sollte auch keine Scheu vor kreativen L\u00f6sungen bestehen. Regelm\u00e4\u00dfig rege ich meine Sch\u00fcler beispielsweise zu zwei folgenden Tricks an:<\/p>\n<h2>Pizzicato &#8212; ohne Bogen ein Griffmuster &#8222;programmieren&#8220;<\/h2>\n<p>Es erschlie\u00dft sich angesichts der rasenden Finger von Profi-Musikern vielleicht nicht auf den ersten Blick, aber die rechte Hand, die Bogenhand, &#8222;frisst&#8220; beim Geige spielen den L\u00f6wenanteil der neuronalen Kapazit\u00e4ten. Zupfen (pizzicato) ist demgegen\u00fcber eine weitaus weniger komplexe Bewegung und von Anf\u00e4ngern auf der Geige schnell gelernt. Um eine Abfolge von bestimmten Griffen auf der Geige, beispielsweise f\u00fcr ein einfaches Kinderlied, zu lernen, kann es die Effizienz stark erh\u00f6hen, wenn der Bogen zun\u00e4chst zur Seite gelegt wird und die Abfolge gezupft wird.<\/p>\n<h2>Luftgeige &#8212; Striche und Abl\u00e4ufe effizienter lernen<\/h2>\n<p>Zugegeben: bei dieser \u00dcbung spielen wir nicht wirklich Luftgeige, denn wir halten sowohl die Geige als auch den Bogen in gewohnter Manier. Einzig der Bogen ber\u00fchrt beim Spielen die Saiten nicht, sondern schwebt ca. 5 cm dar\u00fcber. Ansonsten soll alles andere korrekt \u2014 die Griffe und die Strichrichtungen sogar m\u00f6glichst pr\u00e4zise \u2014 ausgef\u00fchrt werden. Auf diese Weise lassen sich allf\u00e4llige St\u00f6rfaktoren, etwa Kratzger\u00e4usche, ausschalten und die Aufmerksamkeit kann voll auf die spezifische Problemstellung gelenkt werden. Besonders gut eignet sich diese zweifellos sehr anspruchsvolle Methode (der Kopf darf rauchen) auch f\u00fcr die Vergewisserung bzw. das Training der Bogeneinteilung, also der Frage, wie viel Bogen ein Ton im Ablauf einer Passage bekommen soll.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade Anf\u00e4nger sehen sich beim Geige oder der Bratsche lernen mit einer Vielzahl an neuen Herausforderungen konfrontiert. 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