{"id":97,"date":"2015-04-17T10:42:52","date_gmt":"2015-04-17T08:42:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/?p=97"},"modified":"2016-09-20T10:57:40","modified_gmt":"2016-09-20T08:57:40","slug":"wie-spielt-man-auf-der-geige-in-den-lagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/en\/wie-spielt-man-auf-der-geige-in-den-lagen\/","title":{"rendered":"Wie spielt man auf der Geige in den Lagen?"},"content":{"rendered":"<p>Nicht nur f\u00fcr diejenigen, die nach langen N\u00e4chten das Gef\u00fchl nicht mehr losgeworden sind, mit dem Spiel in den Lagen k\u00f6nnte der Versuch gemeint sein, in stabiler Seitenlage einen geraden Geigenton zustandezubringen, d\u00fcrfte die Besch\u00e4ftigung mit diesem Themenfeld wahrlich erhellend wirken.<\/p>\n<p>Als Lagen werden &#8212; um weiteren Missverst\u00e4ndnissen sofort vorzubeugen &#8212; unterschiedliche <em>stabile<\/em> Positionen der Hand auf dem Griffbrett bezeichnet; man spricht von der ersten, <a href=\"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/en\/die-gehasste-zweite-lage-oder-warum-wir-uns-gerne-mit-der-rechten-hand-am-linken-ohr-kratzen\/\" title=\"Die gehasste zweite Lage oder warum wir uns gerne mit der rechten Hand am linken Ohr kratzen\">zweiten<\/a>, dritten&#8230;zw\u00f6lften Lage.<!--more--> Stabil bedeutet, dass &#8212; im Unterschied zu Streckungen einzelner oder mehrerer Finger &#8212; die gesamte Hand auf dem Griffbrett in Richtung K\u00f6rpermitte verschoben wird. Dreh und Angelpunkt stellt zun\u00e4chst (von der ersten bis zur vierten Lage) das Ellenbogengelenk dar. Positionswechsel werden i.d.R. durch Fingers\u00e4tze implizit bezeichnet, seltener finden sich auch r\u00f6mische Ziffern. Das Spiel in den Lagen ist wegen des erweiterten Tonumfanges, aus technischen oder klanglichen Gr\u00fcnden notwendig und attraktiv.<\/p>\n<h2>Dritte Lage &#8212; HowTo<\/h2>\n<p>Spielen wir zun\u00e4chst folgenden Skalenausschnitt in der ersten Lage:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel1-1024x189.png\" alt=\"Lagenspiel1\" width=\"660\" height=\"122\" class=\"alignnone size-large wp-image-105\" srcset=\"https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel1-1024x189.png 1024w, https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel1-300x55.png 300w, https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel1.png 1244w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><br \/>\nDaf\u00fcr ist erstens ein Saitenwechsel notwendig &#8212; ein bogentechnischer Aspekt &#8212; und zweitens \u00e4ndert sich auch die Klangfarbe, wenn man von der A-Saite auf die E-Saite wechselt.<\/p>\n<p>Versuchen wir die gleiche Passage, die wir bereits im Ohr haben, nun mit folgendem Fingersatz. Wir wandern im dritten Takt mit der ganzen Hand eine Etage h\u00f6her, der erste Finger kommt auf den Platz, auf dem zuvor der 3. Finger gelegen hat. Der Daumen bleibt dabei m\u00f6glichst entspannt:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel2.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel2-1024x187.png\" alt=\"Lagenspiel2\" width=\"660\" height=\"121\" class=\"alignnone size-large wp-image-106\" srcset=\"https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel2-1024x187.png 1024w, https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel2-300x55.png 300w, https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Lagenspiel2.png 1199w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zu Beginn ist h\u00e4ufig der enge Halbtonschritt zwischen 3. und 4. Finger eine Herausforderung. Man sollte nicht versuchen, die Tonh\u00f6hen durch sportliches Kippen und Wenden des Handgelenks hinzumurksen, sondern &#8212; bei stabiler Handstellung &#8212; die einzelnen Finger &#8222;schiebend&#8220; korrigieren.<\/p>\n<p>Es ist hilfreich, sich die Passage mehrmals abwechselnd in der ersten und dritten Lage vorzuspielen, um eine genaue Vorstellung der Tonh\u00f6hen zu bekommen. Und nat\u00fcrlich ist es nicht notwendig die sensiblen Ohren des Geigenspielers auf die klangliche Homogenit\u00e4t aufmerksam zu machen, welche die Verwendung der dritten Lage in diesem Fall mit sich bringt&#8230;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht nur f\u00fcr diejenigen, die nach langen N\u00e4chten das Gef\u00fchl nicht mehr losgeworden sind, mit dem Spiel in den Lagen k\u00f6nnte der Versuch gemeint sein, in stabiler Seitenlage einen geraden Geigenton zustandezubringen, d\u00fcrfte die Besch\u00e4ftigung mit diesem Themenfeld wahrlich erhellend wirken. 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