{"id":1244,"date":"2020-04-14T08:41:15","date_gmt":"2020-04-14T06:41:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/?p=1244"},"modified":"2024-02-04T08:12:45","modified_gmt":"2024-02-04T07:12:45","slug":"selbstkontrolle-beim-ueben-mit-dem-handy-smartphone","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/selbstkontrolle-beim-ueben-mit-dem-handy-smartphone\/","title":{"rendered":"Selbstkontrolle beim \u00dcben mit dem Handy\/Smartphone"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Selbstkontrolle beim \u00dcben eines Musikinstruments ist immer so eine Sache: Wie schaffen wir es, unser eigenes Spiel richtig einzuordnen? Oder wie k\u00f6nnen wir entscheiden, wann eine Passage ausreichend ge\u00fcbt ist?<\/p>\n\n\n<p>\n<!--StartFragment--><\/p>\n\n\n<p>Es gibt ein kleines Hilfsmittel, das dabei helfen kann und das heute fast jeder in der Hosentasche stecken hat: Aufnahmetools auf Smartphones. Das sind zwar keine professionellen Aufnahmeger\u00e4te, aber es lohnt sich dennoch, ab und zu auf diesem Weg sein Spiel zu \u00fcberpr\u00fcfen. Hier zeigen wir ein paar  Tricks, um das Handy gezielt als Kontrollinstrument f\u00fcr das \u00dcben einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die Aufnahmequalit\u00e4t verbessern und auf das Wesentliche beschr\u00e4nken<\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz gleich, ob man f\u00fcr die Selbstkontrolle ein Video- oder eine reine Soundaufnahme w\u00e4hlt:  Wenn das Handy auf den Notenst\u00e4nder gelegt und direkt hineinspielt wird, ist das eingebaute Mikrophon schnell \u00fcberfordert. Einfacher, als sich diesbez\u00fcglich mit komplizierten Pegel-Einstellungen oder den verschiedenen Abstrahlwinkel von Geige, Bratsche, Cello oder Klavier herumzuschlagen, ist es, das Handy mit einigem Abstand zur Spielposition aufzustellen und eher vom Handy wegzuspielen und damit den Raumklang auzunehmen. F\u00fcr die \u00dcberpr\u00fcfung empfehle ich \u00fcbrigens in erster Linie nur Tonaufnahmen (ohne Bild). Der Vorteil dabei ist, dass man sich beim Anh\u00f6ren vor allem auf das Spiel, also das Wesentliche konzentrieren kann (nat\u00fcrlich ergibt es auch Sinn, etwa eine Generalprobe oder einen Auftritt zu filmen, etwa um die B\u00fchnensituation zu analysieren oder einen <a href=\"http:\/\/www.musikwoche-gruenbach.at\/1000tipps\/wie-man-als-musiker-einen-perfekten-auftritt-hinlegt\/\">perfekten Auftritt <\/a>vorzubereiten).<\/p>\n\n\n<p><!--EndFragment--><\/p>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Thematisch Fokussieren<\/h2>\n\n\n\n<p>Suchen Sie sich ein Thema aus, das Sie \u00fcberpr\u00fcfen m\u00f6chten. Sie haben gerade ein St\u00fcck mit Metronom ge\u00fcbt? Dann \u00fcberpr\u00fcfen Sie Ihre rhythmischen F\u00e4higkeiten ohne Metronom. Sie m\u00fcssen daf\u00fcr nicht das ganze St\u00fcck durchspielen, es reicht auch ein kleiner Ausschnitt, oder eine Passage, die Ihnen mit dem Metronom eher schwergefallen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie haben sich beim \u00dcben vor allem auf die Intonation konzentriert? Dann spielen Sie ein paar Takte, vielleicht auch mehrmals hintereinander. Wenn Sie glauben, einen \u201eFehler\u201c gemacht zu haben, spielen Sie den Ton noch einmal \u2013 Sie k\u00f6nnen auf der Aufnahme gut nachh\u00f6ren, wie Sie korrigieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Nehmen Sie eher\nwenig auf, eine Minute reicht meistens vollkommen. H\u00f6ren Sie die\nAufnahme an, seien Sie nicht zu streng mit sich selbst und \u00fcben Sie\naber trotzdem konsequent, was noch einer Verbesserung bedarf.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Keine Hemmungen!<\/h2>\n\n\n\n<p>Es kann sein, dass Sie sich durch den kleinen mobilen Zuh\u00f6rer pl\u00f6tzlich beobachtet f\u00fchlen und manches nicht so gelingt, wie Sie es gerade ge\u00fcbt haben. Falls Sie sich noch nie mit dem Handy aufgenommen haben und pl\u00f6tzlich Anfl\u00fcge von Lampenfieber zeigen: Dr\u00fccken Sie den Aufnahmeknopf, spielen Sie eine Zeile, dr\u00fccken Sie auf Stopp. Wiederholen Sie den Vorgang direkt hintereinander ein paar Mal, bis Sie sich wohler f\u00fchlen. L\u00f6schen Sie alle Aufnahmen mit Ausnahme der letzten und h\u00f6ren Sie sich nur die letzte Aufnahme an.<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtig: Sie \u00fcben. Sie sind mitten in einem Prozess, und es muss nichts Perfektes dabei herauskommen. Nehmen Sie Ihre Mini-Aufnahme als Zwischenstand, \u00fcben Sie weiter. Kontrollieren Sie sich immer wieder, aber nicht zu oft. Und spielen Sie Ihr St\u00fcck am Ende der \u00dcbe-Einheit einmal durch \u2013 mit Musik, und ohne sich \u00fcber \u201eFehler\u201c zu \u00e4rgern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Selbstkontrolle beim \u00dcben eines Musikinstruments ist immer so eine Sache: Wie schaffen wir es, unser eigenes Spiel richtig einzuordnen? 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