Intonation auf Geige, Bratsche, Cello & Co. — wie man die Stimmung im Ensemble verbessert

Zweifellos zählt das saubere Greifen, das zielsichere Treffen der richtigen Töne zu den großen und nachhaltigen Herausforderungen auf dem Streichinstrument. Gerade bei Geigern, Bratschisten und Cellisten, die bereits das Gefühl entwickelt haben, sich auf ihre Ohren ganz gut verlassen zu können, nimmt die eingehende Beschäftigung mit der Intonation beim Üben einen gewichtigen Stellenwert ein. Meistens fußt diese auf einem eher intuitiven Empfinden, das mit der Zeit quasi automatisch entwickelt wurde, und in den überwiegenden Fällen den musikalischen Anforderungen genügt. Allerdings kennen die meisten Streicher auch das Gefühl, bei bestimmten Passagen — trotz eingehender Suche und der besten Absichten — nicht die exakte Tonhöhe zu finden. Intonation auf Geige, Bratsche, Cello & Co. — wie man die Stimmung im Ensemble verbessert weiterlesen

Lagenspiel und immerwährendes Vibrato. Oder: sollte man leere Saiten beim Geigenspiel tunlichst vermeiden?

Gerüchteweise existieren sie noch, die Apologeten der fröhlichen Beisl- bzw. Kneipengastronomie, die nicht nur Koriander, Kreuzkümmel , Oliven oder Büffelmozarella, sonder gar jegliches unpanierte Gemüse meiden wie der Teufel das Weihwasser. Ganz ähnlichen Reflexen begegnet man gelegentlich auch bei Vertretern der Geigenzunft. So werden beispielsweise gar nicht selten heftige Intoleranzen gegenüber leeren Saiten gehegt, einer ganz und gar nicht geschmacklosen Zutat des Klangspektrums von Streichinstrumenten.

Das Dogma, leere Saiten tunlichst zu vermeiden, lässt sich als nicht mehr ganz zeitgemäße Ansicht innerhalb einer wechselvollen Geschichte verorten, in der sich der Instrumentenbau, Klangvorstellungen, Spieltechniken und damit auch die Präferenzen für Fingersätze ebenso stark wandelten, wie die Musikstile und Kompositionen, in deren Diensten sie standen.
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Lied oder Sonate, Cover oder Interpretation?

Welcher Musiklehrer, welcher Geigen-, Cello- oder gar Bratschenlehrer weiß sie nicht zu stiften: die babylonische Sprachverwirrung, die viele Schüler heimsucht, die sich bislang in erster Linie mit Popmusik beschäftigten. Die schnöde schulmeisterliche Ausführung, dass Beethovens Violinkonzert kein „Lied“ sei, und dass der Auftritt des totenkopfberingten David Garret zusammen mit der Russischen Nationalphilharmonie kein „Cover“ darstelle, können sich nur die allerwenigsten verkneifen. Lied oder Sonate, Cover oder Interpretation? weiterlesen

Bratschenschlüssel in 5 Stunden lernen

Es gibt unzählige Bratschisten-Witze — und die größten Experten in diesem Metier sind naturgemäß die Bratschisten selbst. Es tut der ganzen Sache auch sicherlich keinen Abbruch, dass so mancher Witz ziemlich an den Realitäten des Musiker-Marktes vorbeigeht. „Berühmtes Streichquartett sucht ersten Geiger, zweiten Geiger und Cellisten, Chiffre…“ — diese Zote mag dem einen oder anderen hoffnungsvollen Prim-Geiger, der sich ein Ensemble aufbauen will, im Halse stecken, sobald er sich auf die Suche nach geeigneten und willigen Bratschern begeben muss, die ja bekanntlich eine vergleichsweise seltene Spezies darstellen (auch auf unserer Musikwoche kann man sich regelmäßig davon überzeugen).

So ist es seit Jahrhunderten allerbeste Tradition, dass auch Geiger in Ermangelung besserer Alternativen selbst Hand anlegen — und notgedrungen den Bratschenschlüssel lernen müssen. Bratschenschlüssel in 5 Stunden lernen weiterlesen

Wie gehe ich mit gedruckten Fingersätzen in den Noten um?

Mozart oder Tschaikowski haben ihre Komposition nicht mit Fingersätzen versehen. Auch bei Vivaldi oder Strawinksy sucht man sie vergeblich — wie bei den meisten bekannten Komponisten. Im 19. Jahrhundert begannen allerdings zahlreiche Musikverlage Notenausgaben herauszubringen, die ganz gezielt an konkrete instrumentalpraktische Gegebenheiten angepasst wurden und nicht selten großzügige Zusätze der Herausgeber enthielten. Wie gehe ich mit gedruckten Fingersätzen in den Noten um? weiterlesen