Wie man „Angststellen“ beim Musizieren bewältigt oder wie man mit der „Damenhaltung“ „Herr der Lage“ bleibt

Welcher Musiker, welcher Instrumentalist kennt sie nicht, die berühmt-berüchtigten Angstsituationen beim Spielen vor Publikum? Dabei handelt es sich in vielen Fällen mitnichten um unerwartete, unkontrollierbare oder völlig unvorhersehbare Momente, sondern vielmehr um „Angstellen“, also Stellen, an die man schon Zeilen oder sogar Seiten zuvor zu denken beginnt und denen man schließlich nur noch mit Schweiß auf der Stirn und zittrigen Händen entgegenrittern kann. Was aber tun, wenn man die betreffenden Stellen trotz intensiver technischer Vorbereitung fürchtet und sie bereits nach allen Regeln der Kunst geübt und analysiert hat? In diesen Fällen ist es vielleicht nicht weiter zielführend, herauszufinden, was die weiteren spieltechnischen Ursachen des Problems sein könnten. Schneller und sicherer kann möglicherweise ans Ziel gelangen, wer bereits beim Üben neue Regionen im Gehirn aktiviert und damit neue Impulse für die Bewältigung der betreffende Stelle schafft. Wie man „Angststellen“ beim Musizieren bewältigt oder wie man mit der „Damenhaltung“ „Herr der Lage“ bleibt weiterlesen

Wie übe ich einen Lauf? Ein kleiner Übe-Trick für Streicher

Zig Mal durchgespielt, punktiert, in Zeitlupentempo – und trotzdem mag der Lauf noch nicht gelingen! Es scheint, als würde die eine Hand der anderen geradezu davonlaufen oder aber ein Knoten in den Händen — und vor allem im Kopf — entstehen. Wie übe ich einen Lauf? Ein kleiner Übe-Trick für Streicher weiterlesen

Weniger ist oft Mehr! Oder: wie man schwierige Stellen auf der Gitarre mit Leichtigkeit meistern kann

Oft sind es die kleine Dinge (oder der kleine Finger), die einem das Leben beim Gitarre lernen schwer machen. Da reicht oft eine kleine Note zu viel im mehrstimmigen Spiel und die Flüssigkeit des Stückes ist dahin. Das Gefühl, dass ein Takt richtig unangenehm ist, kennen nicht nur klassische Gitarristen, sondern alle Musiker.

Sicher gibt es die Möglichkeit, eine schwierige Stelle stundenlang zu üben, was sehr löblich, aber nicht immer zielführend ist. Besser scheint mir eine andere Strategie, die zudem die Freude an der Musik und die Motivation erhält. Weniger ist oft Mehr! Oder: wie man schwierige Stellen auf der Gitarre mit Leichtigkeit meistern kann weiterlesen

Lied oder Sonate, Cover oder Interpretation?

Welcher Musiklehrer, welcher Geigen-, Cello- oder gar Bratschenlehrer weiß sie nicht zu stiften: die babylonische Sprachverwirrung, die viele Schüler heimsucht, die sich bislang in erster Linie mit Popmusik beschäftigten. Die schnöde schulmeisterliche Ausführung, dass Beethovens Violinkonzert kein „Lied“ sei, und dass der Auftritt des totenkopfberingten David Garret zusammen mit der Russischen Nationalphilharmonie kein „Cover“ darstelle, können sich nur die allerwenigsten verkneifen. Lied oder Sonate, Cover oder Interpretation? weiterlesen

Wie spielt man auf der Geige in den Lagen?

Nicht nur für diejenigen, die nach langen Nächten das Gefühl nicht mehr losgeworden sind, mit dem Spiel in den Lagen könnte der Versuch gemeint sein, in stabiler Seitenlage einen geraden Geigenton zustandezubringen, dürfte die Beschäftigung mit diesem Themenfeld wahrlich erhellend wirken.

Als Lagen werden — um weiteren Missverständnissen sofort vorzubeugen — unterschiedliche stabile Positionen der Hand auf dem Griffbrett bezeichnet; man spricht von der ersten, zweiten, dritten…zwölften Lage. Wie spielt man auf der Geige in den Lagen? weiterlesen